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Großausstellung ERZENGEL UND SINTERSONNE zur Geschichte der Völklinger Hütte – Das Weltkulturerbe bittet um Mithilfe

„Aufruf zur Unterstützung: Bitte stellen Sie uns bislang unbekannte Fotos, Objekte und Zeitzeugnisse rund um die Völklinger Hütte zur Verfügung!“

Mit der Ausstellung ERZENGEL UND SINTERSONNE realisiert das Weltkulturerbe Völklinger Hütte nach eigenen Angaben vom 1. November 2026 bis 8. August 2027 die erste umfassende Gesamtdarstellung der Hüttengeschichte von 1873 bis heute. Die Sammlung des Weltkulturerbes trete dabei, so heißt es weiter, in einen kreativen Dialog mit literarischen Texten, Musikstücken, Kunstwerken und Rauminstallationen von Künstler:innen der Moderne und Gegenwart, der das Exemplarische der Völklinger Hüttengeschichte in der Industriegesellschaft des 19. und 20. Jahrhunderts erfahrbar macht.

Neben einer neuen Sicht auf die Röchling-Familie und das Eisenwerk aus deutscher, europäischer und globaler Perspektive und einer vertieften Auseinandersetzung mit dem Los der Zwangsarbeiter:innen, die im Zweiten Weltkrieg aus mindestens 21 Ländern oder Landesteilen von Marokko bis zur Ukraine nach Völklingen verbracht wurden, liegt ein Schwerpunkt der Schau auch in der bisher weniger erforschten Sozialgeschichte der Hütte mit ihren Generationen von Arbeiter- und Angestelltenfamilien und deren Lebensalltag.

Wir suchen konkret nach Lebensspuren und Zeitzeugnissen von Zwangs- und Hüttenarbeiter:innen, aber auch von Handwerkern und Sekretär:innen, Ingenieuren, Messehostessen, Werbegrafikern und Direktoren, kurz: dem gesamten Kosmos der Menschen, die in der Völklinger Hütte aktiv waren – vom Kaiserreich über die Völkerbundzeit, den Nationalsozialismus und die Saarstaatzeit, als das Eisenwerk unter französischer Sequesterverwaltung stand, bis zu den Wirtschaftswunderjahren im zehnten Bundesland, der Krisenzeit der 1970er-Jahre und der Schließung des Eisenwerks 1986.

Deshalb rufen wir alle Menschen auf, die in der Familie oder durch Freunde eine Verbindung zur Völklinger Hütte haben oder hatten, ob im Saarland, Deutschland oder darüber hinaus, nachzusehen, ob sie auf dem Dachboden, im Keller oder Wohnzimmer noch Fotos, Objekte, persönliche Gegenstände und Dokumente haben, die vom Leben mit, in und auf der Völklinger Hütte erzählen.

Ob Arbeitskleidung, Ausweisdokumente, Tagebücher oder Kinderzeichnungen, grundsätzlich kann jedes historische Zeugnis für uns interessant sein. Bitte senden Sie uns in einem ersten Schritt aussagekräftige Fotos Ihrer potentiellen Exponate oder zeitgeschichtlichen Quellen bis bestenfalls Ende März 2026 an: communication@voelklinger-huette.org.

Sie helfen Sie uns damit, die Geschichte der Völklinger Hütte und die Spuren der Menschen im und um das Werk in unserer Ausstellung noch lebendiger werden zu lassen: Herzlichen Dank im Voraus! Ihr Weltkulturerbe Völklinger Hütte

Erzengel und Sintersonne. Eine andere Geschichte der Völklinger Hütte

Die Geschichte der Völklinger Hütte steht exemplarisch für die Geschichte Deutschlands und Europas. Das 19. und 20. Jahrhundert erzählen sich gewissermaßen von selbst über die konkreten Geschehnisse im und um das Eisenwerk. Umso erstaunlicher, dass bislang keine zusammenhängende Präsentation zu diesem Thema realisiert wurde. Dies wird nun erstmals umfassend unternommen.

Der Ausstellungstitel spannt exemplarisch einen inhaltlichen Bogen von der Schwerstarbeit der „Erzengel“ genannten Frauen um 1900 zur gravierenden Umweltverschmutzung durch die Völklinger Hütte: in der Nachkriegszeit insbesondere auch mit dem allgegenwärtigen roten Sinterstaub und der daraus resultierenden „Sintersonne“. Der Ausstellung geht es programmatisch um die Realität und die Konsequenzen des Hüttenwerkes für Mensch, Tier und Umwelt.

Es könnte keinen stärkeren Schauplatz für diese Ausstellung geben als jenen zwischen den riesigen Schwungrädern der Gebläsehalle, die realiter die Geschichte Deutschlands und Europas in all ihren Licht- und Schattenseiten angetrieben haben. Mit dieser Ausstellung findet der Ort der Wechselausstellungen im Weltkulturerbe gewissermaßen zu sich selbst zurück

Foto: Dieter Walter: Kreide-Handabdrücke auf einer Schichttafel in der Gebläsehalle, 1988© Dieter Walter.

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