35. Jahrestagung des Arbeitskreises für kritische Unternehmens- und Industriegeschichte e. V. (AKKU) in Kooperation mit dem Deutschen Bergbau-Museum Bochum, 12./13. 11. 2026
Unter dem Titel „Ökonomie der Umbrüche. Unternehmensgeschichte im Spannungsfeld von Umwelt, Region und Alltag“ widmet sich die Tagung dem Verhältnis von Wirtschaft, Umwelt und gesellschaftlichem Wandel.
In vier Panels beleuchten Wissenschaftler*innen unter anderem die Umweltfolgen industrieller Produktion, Nachhaltigkeit als unternehmerische Strategie sowie die Inszenierung industrieller Transformation. Ergänzt wird das Programm durch einen Gastvortrag zu den Umweltschutzbewegungen in Ost und West sowie einen Abendvortrag von Prof. Dr. Frank Uekötter.
Ein besonderes Highlight ist das Podiumsgespräch„Private Public Partnership als Zugang zur historischen Forschung?“, das die Chancen und Herausforderungen der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Verbänden und Politik diskutiert. Darüber hinaus stehen die Verleihung des AKKU-Nachwuchspreises und eine optionale Führung zur Rolle von Frauen in der Bergarbeiter*innenbewegung auf dem Programm.
Programm und Anmeldung
Sofern Sie teilnehmen möchten, können Sie sich per E-Mail bei Jana Lena Jünger, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Didaktik der Geschichte und Public History, Ruhr-Universität Bochum, anmelden: Jana.Juenger@ruhr-uni-bochum.de
Tagungsprogramm
DONNERSTAG, 12. NOVEMBER 2026
12.00 Uhr: Ankunft & Get-together
12.30 Uhr: Begrüßung (Jana Lena Jünger & Philip Kortling)
12.45 Uhr: Eröffnungsinput (Prof. Dr. Bunnenberg, Bochum)
13.00 Uhr: PANEL I: Inszenierung und Gegenbilder industrieller Transformation (Moderation: Hendrik Heetlage, M.A., Göttingen)
• Felix Frank, M.Sc., Bochum: Die Ästhetik der Machbarkeit: Ökonomisierung von Rekultivierung und Umsiedlung im rheinischen Braunkohlen-Industriefilm (1950- 1987)
• Paul Moersener, M.A., Wuppertal: Beyond Chandler: Heimarbeit und dezentrale Produktion in der bergischen Bandindustrie vom Kaiserreich bis nach dem Boom
14.00 Uhr: Kaffeepause
14.30 Uhr: PANEL II: Industrielle Umweltfolgen und Public History (Moderation: Johannes Sandhäger, M.A., Marburg)
• Prof. Dr. Tina Asmussen, Bochum: Toxic Heritage: Bergbaubedingte Altlasten als NaturKulturerbe erforschen
• Jana Lena Jünger, M.A., M.A., Bochum: Geschichten im REVIER. Neue Perspektiven durch kooperative Public History
15.30 Uhr: Kaffeepause
16.00 Uhr: PODIUMSGESPRÄCH: Private Public Partnership als Zugang zur historischen Forschung? (Moderation: Dr. Fabian Engel, Leverkusen)
• Prof. Dr. Uli Paetzel, Vorstandsvorsitzender Emschergenossenschaft & Lippeverband • Dr. Helen Wagner, Regionalverband Ruhr/Team Industriekultur
• Michael Weberink, Hauptgeschäftsführer Branchenverband Steinkohle und Nachbergbau e.V.
17.00 Uhr: Getränkepause
17.15 Uhr: Verleihung des AKKU-Nachwuchspreises (Moderation: Dr. Juliane Clegg, Stuttgart)
17.45 Uhr: Mitgliederversammlung (Alternativprogramm für Nicht-Mitglieder)
18.45 Uhr: Abendvortrag von Prof. Dr. Frank Uekötter, Bochum: Trockene Knospen. Ein Vortrag über das, was da in Ihrem Glühwein schwimmt (Moderation: Philip Kortling, M.A., Bamberg)
20.00 Uhr: Abendessen im Kumpels (Selbstkostenbasis, außer Referent*innen)
FREITAG, 13. NOVEMBER 2026
9.00 Uhr: Ankunft & Get-together
9.15 Uhr: PANEL III: Nachhaltigkeit und Umweltschutz als unternehmerische Strategie (Moderation: Dr. Ronja KieQer, Frankfurt)
• Dr. Lutz Budraß, Bochum: Herner Unruhen und Gelsenkirchener Jauche. Zur Sozialgeschichte der Gründung der Emschergenossenschaft
• Sascha Ohlenforst, M.Ed., Dresden: Umweltschutz als Geschäftsmodell? Die Kali und Salz AG und die Untertagedeponie Herfa-Neurode in den 1970er und 1980er Jahren
• Dr. Lena Senoner, Potsdam: Anthroposophische Unternehmen als „Pioniere der Nachhaltigkeit“? (1970er bis 2000er)
10.45 Uhr: Kaffeepause
11.00 Uhr: PANEL IV: Industrielle Umweltfolgen im deutsch-deutschen Vergleich (Moderation: Dr. Juliane Clegg, Stuttgart)
• Dr. Ronja KieQer, Frankfurt: Wer bezahlt die ökologische Rechnung? Der Kaliabbau im Werra-Revier und seine Umweltfolgen
• Dr. Friedhart Knolle, Goslar: Zur Bergbau- und Hüttengeschichte der Harzregion des 20. Jh. im Spiegel der montanwirtschaftlich induzierten Schwermetallbelastung
12.00 Uhr: Kaffeepause
12.15 Uhr: Gastvortrag von Dr. Christian Möller, Bielefeld Grüne Aufbrüche in Ost und West. Umweltschutz, staatliche Regulierung und gesellschaftlicher Wandel in NRW und DDR (Moderation: Jana Lena Jünger, M.A., M.A., Bochum)
13.00 Uhr: Abschlussdiskussion (Jana Lena Jünger, Philip Kortling)
13.30 Uhr: Gemeinsames Mittagessen im Kumpels (optional auf Selbstkostenbasis)
14.30 Uhr: optionale Teilnahme an Führung: Unsichtbar gemacht, sichtbar machen – Frauen in der Bergarbeiter*innenbewegung (Sophie Stemkowicz, B.A., Bochum)