Verlorene Ingenieurbaukunst: Virtuelle Ausstellung in Berlin
Wie alle anderen Bauwerke sind auch Meisterwerke der Ingenieurbaukunst den üblichen Widrigkeiten der Natur, dem Zahn der Zeit oder dem menschlichen Veränderungsdrang bzw. der Zerstörungswut nicht gefeit.
Was bleibt von Bauwerken, wenn sie verschwunden sind? Welche Bedeutung haben Konstruktionen, die einst Städte und Landschaften prägten – und heute nicht mehr existieren? Mit diesen Fragen beschäftigt sich aktuell die Ausstellung „Verloren & Geborgen – VR-Ausstellung zur Ingenieurbaukunst“ im Roten Saal der Berliner Bauakademie. Noch bis zum 8. März ist es derzeit möglich, verschiedene nicht mehr existierende Meisterwerke der Ingenieurbaukunst virtuell zu erleben.
Digital rekonstruiert wurden für die Ausstellung folgende Bauwerke:
– Hetzer Holzhallen (1907-2021), Weimar
– Seilnetzkühlturm Schmehausen (1974-1991), Hamm-Uentrop
– Kaisersteg (1898-1945), Berlin
– Großgaststätte Ahornblatt (1973-2000), Berlin
– Anhalter Bahnhof (1880-1960), Berlin
– Berliner Bauakademie (1836-1962), Berlin
– Glaspalast (1854-1931), München
In der Ausstellung werden die Bauwerke sowohl in herkömmlicher Form über Fotos, Texte und teilweise Modelle erkundet als auch über Virtual-Reality-Brillen in einer dreidimensionalen visuellen Rekonstruktion.
Dies ist noch bis zum 8. März möglich im Roten Saal der Bauakademie, Schinkelplatz, Berlin, zu folgenden Öffnungszeiten:
Mittwochs bis Freitags von 14:00 bis 19:00 Uhr
Samstags und Sonntags von 12:00 bis 17:00 Uhr
Diese Woche finden außerdem noch zwei Eventabende im Zusammenhang mit der Ausstellung statt. Am Mittwoch, den 4. März 2026 (18:00 Uhr), wird über die Berliner Bauakademie referiert. Am Donnerstag, den 5. März, findet die Finissage statt, bevor am Sonntag die Ausstellung endet.
Veranstalter der Ausstellung ist der INGENIEUR BAUKUNST e.V., der gegründet wurde, um das Bewusstsein für die Leistungen der Bauingenieure und aller anderen Ingenieurwissenschaften im Bauwesen, insbesondere für deren kulturelle und künstlerische Aspekte, in der Öffentlichkeit zu stärken.
Ausdrückliches Ziel des Vereins ist es auch mittelfristig- bis langfristig ein „Ingenieur Baukunst Museum“ einzurichten und dessen Vorbereitung, Aufbau und Gründung vorzubereiten.
Auch wenn ein physisches Museum noch in weiter Ferne steht, hat der Verein mit der Ausstellung eine Grundlage und den Anfang geschaffen für ein Digitales Ingenieur Baukunst Museum, welches mit Ausstellungsbeginn letzten Monat online gegangen ist. Dort wird bereits jetzt ein Teil der in der Ausstellung dargestellten Bauwerke präsentiert. Die Verbleibenden werden zu einem späteren Zeitpunkt online gehen.
